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Chanukka-LeuchterChanukka-Leuchter Frankfurt a.M. 1680 - JŘdisches Museum Frankfurt

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AG Deutsch-J├╝dische Geschichte

im

Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer


Deutsc
hlands (VGD)

Zur Arbeit der AG

1. Thesen zu einer zeitgem├Ą├čen Behandlung der deutsch-j├╝dischen Geschichte im Unterricht (hier im Anschluss)

2. Aus dem Arbeitsbericht des Arbeitskreises f├╝r den Verband der Geschichtslehrer Deutschlands zum Historikertag in Dresden 2008 (hier im Anschluss)

3. Info mit Link zur Orientierungshilfe des Leo Baeck Instituts (hier im Anschluss)

4. Dokumente vom Seminar in Halberstadt 2007

 

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Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V.
Landesvorsitzende  Berlin, Hessen, Vertreter Mecklenburg-Vorpommern
Rolf Ballof, Vorsitzender der Arbeitsgruppe zur deutsch-j├╝dischen Geschichte

Thesen zu einer zeitgem├Ą├čen Behandlung der deutsch-j├╝dischen Geschichte
im Unterricht

vorgetragen auf der Tagung: ÔÇ×Holocaust und Nationalsozialismus im Unterricht – ├ťberlegungen zu ei-ner zeitgem├Ą├čen Vermittlung“, veranstaltet von der Bundeszentrale f├╝r politische Bildung in Zusammenarbeit mit der St├Ąndigen Konferenz der Kultusminister der L├Ąnder in der Bundesrepublik Deutschland/KMK am 23. und 24. April 2007 in Berlin

Aufgabe der heute p├Ądagogische Verantwortung tragenden Generation ist es,  das Gedenken an die deutsch-j├╝dische Geschichte einschlie├člich der Verbrechen im Dritten Reich als Teil der deutschen Geschichte f├╝r k├╝nftige Generationen wach zu halten. Dazu ist die Entwicklung eines p├Ądagogischen Kon-zepts erforderlich, das in der Erinnerung an die Vergangenheit gegenwartsbezogen und zukunftswei-send den Jugendlichen den Zugang zu dieser Problematik erm├Âglicht und nahe legt. Darum bem├╝ht sich eine Arbeitsgruppe des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands.

1. Heutige Jugendliche haben aus Neugier und  vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Lebenssituation eigene Fragen an diesen Abschnitt deutscher Geschichte.

2. Eine Fokussierung der deutsch-j├╝dischen Geschichte auf die Themenbereiche Verfolgung und Holocaust fasst die deutsch- j├╝dischen Beziehungen zu eng. Dementsprechend sollte das Verh├Ąltnis von Juden und Nichtjuden ├╝ber diese Themenbereiche hinaus im Kontext der deutschen, der europ├Ąischen und  der Weltgeschichte betrachtet werden.

3. Dabei sind ethisch-moralische Wertungen auf der Basis der Unterscheidung von Sach- und Werturteil unerl├Ąsslich.

4. Das hier vorgeschlagene Konzept einer integrierten deutsch-j├╝dischen Geschichte stellt folgende Aspekte in den Vordergrund:

a. Die Juden waren im Verlauf der Geschichte nicht nur Objekte, Verfolgte und Opfer, sondern auch Subjekte, aktive B├╝rger und kreative Mitgestalter von Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Mitteleuropa.

b. Die Eigenentwicklung in der j├╝dischen Welt wird differenziert betrachtet.

c. Die unterschiedlichen Erscheinungsformen j├╝dischen Lebens zwischen  Integration und Auseinandersetzung werden untersucht.

d. Der ungeheure Zivilisationsbruch in Deutschland, der Millionen von  Menschen das Leben gekostet und Werte unwiederbringlich zerst├Ârt hat, wird sichtbar gemacht.

e. Aus der Besch├Ąftigung mit der Vergangenheit ÔÇ×Holocaust“ werden Gegenwartsbez├╝ge und Zukunftsorientierungen entwickelt, insbesondere f├╝r den Umgang mit Minderheiten.

5. Zug├Ąnge, Dauer und Intensit├Ąt der Behandlung der Thematik in der Schule m├╝ssen den Lerngruppen angemessen sein, um Abwehr-Reaktionen der Jugendlichen zu vermeiden.

6. Ein eigenes Fach, etwa im Sinne einer ÔÇ×Holocaust education“, ist nicht erforderlich.
 

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Arbeitsbericht der AG ÔÇ×Deutsch – j├╝dische Geschichte – integriert betrachtet“
f├╝r den Verband der Geschichtslehrer Deutschlands zum Historikertag Dresden 2008

Die AG ÔÇ×Deutsch – j├╝dische Geschichte – integriert betrachtet“ des VGD hatte auf dem HT Konstanz die Sektion ÔÇ×Deutsch – j├╝dische Geschichte im Unterricht. Sondergeschichte – Beziehungsgeschichte – gemeinsame Geschichte?“ veranstaltet. Sie war zusammen mit dem im Herbst beim Klett Verlag erschienenen Temporaheft ÔÇ×Deutsch – j├╝dische Geschichte“ –inzwischen ├╝ber 1000 Exemplare verkauft - ein vorl├Ąufiger Abschluss einer seit 2003 laufenden Arbeit der AG, an der Frau Bergfeld, Frau Dr. Hambach, Frau Rieber und die Herren Dr. Geiger, Dr. Liepach, Frank Larisika, Gottfried K├Â├čler und Rolf Ballof beteiligt waren.

Die Aufgabe der AG bestand darin, die Ergebnisse der nun auch schriftlich vorliegenden Arbeit und die Bereitschaft der Mitglieder der AG, an Fortbildungsveranstaltungen mitzuwirken, in die Arbeit des Verbandes einzubringen.

Zun├Ąchst veranstaltete die AG im April 2007 in Halberstadt zusammen mit dem Leo Baeck Institut, der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt und der Bundeszentrale f├╝r politische Bildung ein Seminar  ÔÇ×Deutsch – j├╝disches Zusammenleben in der Geschichte – Erarbeitung neuer Sichtweisen f├╝r den Unterricht“, auf dem die Ergebnisse der Arbeit der AG vorgestellt und diskutiert wurden. Der Kultusminister von Sachsen – Anhalt, der Gast des Seminars war, erkl├Ąrte sich bereit, Anregungen aus dem Seminar in die weitere Planung aufzunehmen. Die Tagung ist von der Bundeszentrale f├╝r politische Bildung dokumentiert worden und dort von der HP abrufbar.

Ebenfalls im April fand mit Beteiligung der AG und einiger Mitglieder des Erweiterten Vorstandes des VGD eine Tagung der Bundeszentrale  ÔÇ×Holocaust und Nationalsozialismus im Unterricht in Berlin statt. Der VGD legte auf dieser Tagung ein Thesenpapier zur deutsch – j├╝dischen Geschichte vor.

An einem weiteren Seminar im November in Erfurt ÔÇ×Holocaust und NS in Schule und au├čerschulischer politischer Bildung“, veranstaltet von der Bundeszentrale, Yad Vaschem und dem Fritz Bauer Institut, trugen Mitglieder der AG die Ergebnisse ihrer Arbeit vor.

Weitere Tagungen unter Mitwirkung von Mitgliedern der AG, hier sind Dr. Geiger und Dr. Liepach v.a. zu nennen, fanden im J├╝dischen Museum in Frankfurt,  in Darmstadt und in Bremen statt.

Die Herren Dr. Geiger, Dr. Liepach und Ballof  haben im Zusammenhang ihrer Lehrauftr├Ąge an den Universit├Ąten Frankfurt (u. a. ÔÇ×Interkulturelle Geschichte im Mittelalter: Christen, Juden und Muslime“ oder ÔÇ×J├╝dische Geschichte in interkultureller und exemplarischer Perspektive“), Braunschweig (u.a. Innovationen im Geschichtsunterricht – am Beispiel einer integriert betrachteten deutsch – j├╝dischen Geschichte“) und G├Âttingen die deutsch – j├╝dische Geschichte thematisiert.

Zahlreich sind die Ver├Âffentlichungen von Mitgliedern der AG in Fachzeitschriften.

Ohne die gute Zusammenarbeit mit dem Leo Baeck Institut (Frau Dr. Rauschenberger), der Bundeszentrale f├╝r politische Bildung (Herr Dr. Geiss), der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt (Frau Jutta Dick), Yad Vaschem (Frau Dr. Urban) und dem Fritz Bauer Institut  (Herr Gottfried K├Â├čler) konnten die erw├Ąhnten Aktivit├Ąten nicht verwirklicht werden; ihnen soll an dieser Stelle gedankt sein. W├╝nschenswert w├Ąre allerdings eine st├Ąrkere Nutzung der Angebote der AG durch die Landesverb├Ąnde des VGD.

Ein offenes Problem sei zum Schluss noch angesprochen: die Frage, wie Innovationen wie die integrierte Betrachtungsweise  der deutsch – j├╝dischen Geschichte  in die Bildungsstandards des VGD integriert werden k├Ânnen, ist angesichts der Struktur der Bildungsstandards sowohl inhaltlich (es kann nicht einfach um zus├Ątzliche Themen in den Bildungsstandards gehen) als auch von grunds├Ątzlichen Parametern der angestrebten Standards her noch nicht beantwortet. (Das gilt ├╝brigens wahrscheinlich auch f├╝r andere Innovationen wie Interkulturalit├Ąt oder Geschlechtergeschichte oder Umweltgeschichte oder Weltgeschichte).

Es ist sicherlich eine Aufgabe der AG ÔÇ×Deutsch – j├╝dische Geschichte im Unterricht“ f├╝r die n├Ąchste Zeit, ihren Beitrag zur Integration ihres Themas in die Bildungsstandards zu leisten.

Rolf Ballof

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Zielsetzungen und Arbeit des Arbeitskreises Deutsch-j├╝dische Geschichte entsprechen den in der Orientierungshilfe f├╝r Lehrplan- und Schulbucharbeit sowie Lehrerbildung und Lehrerfortbildung von der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft und Kommission f├╝r die Verbreitung deutsch-j├╝discher Geschichte im Unterricht des Leo Baeck Instituts ver├Âffentlichten Leitlinien . Sie stehen auf der Homepage des J├╝dischen Museums Frankfurt als download zur Verf├╝gung (siehe: hier).

Die Orientierungshilfe wurde nach ihrer Ver├Âffentlichng im Jahre 2003 von der damaligen Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, der damaligen hessischen Kultursminiserin Karin Wolff, den Kultusministerien der L├Ąnder f├╝r Lehrplan- und Schulbucharbeit sowie Lehrerfortbildung empfohlen (siehe: hier).

 

 

 

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