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Chanukka-LeuchterChanukka-Leuchter Frankfurt a.M. 1680 - JŘdisches Museum Frankfurt

© J├╝disches Mus. Frankfurt

AG Deutsch-J├╝dische Geschichte

im

Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer


Deutsc
hlands (VGD)

Links und Infos

1. Links und Infos aus den Arbeitszusammenh├Ąngen der Mitglieder der AG

2. Links und Infos zu wichtigen Websites
Portale zur j├╝dischen Geschichte und/oder Seiten mit p├Ądagogischen Angeboten (>> dorthin)
Digitale Archive (>> dorthin)
Einzelne Sites (>> dorthin)

3.Regionale und lokale Sites
>>Hessen / >>Rheinland-Pfalz / >>Th├╝ringen / >>Sachsen

Last update: 2.2.2014
 

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1. Aus den Arbeitszusammenh├Ąngen der Mitglieder der AG:

J├╝disches Museum und Museum Judengasse Frankfurt. Info-Datenbank zur Geschichte der Frankfurter Judengasse:
Fritz Bauer Institut an der Goethe-Universit├Ąt Frankfurt a.M.
P├Ądagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des J├╝dischen Museums Frankfurt, gegr├╝ndet im September 2009.

Leo Baeck Programm - J├╝disches Leben in Deutschland.  F├Ârderprogramm f├╝r Schule und Fortbildung.
Eine gemeinsame Initiative der Freunde und F├Ârderer des Leo Baeck Instituts e.V., des Fonds "Erinnerung und Zukunft" und der Gemeinn├╝tzigen Hertie-Stiftung .

Dort findet sich auch: Deutsch-j├╝dische Geschichte. Orientierungshilfe  f├╝r Lehrplan- und Schulbucharbeit sowie Lehrerbildung und Lehrerfortbildung zur von der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft und Kommission f├╝r die Verbreitung deutsch-j├╝discher Geschichte im Unterricht des Leo Baeck Instituts. Als pdf-Dokument kann die Orientierungshilfe auch ├╝ber die Website des J├╝dischen Museums Frankfurt heruntergeladen werden: hier).

VGD Verband der Geschichtslehrer Deutschlands

 

Online verf├╝gbare Publikationen in Auswahl und Hinweise auf wissenschaftlich-didaktische Publikationen in gedruckter Form:

P├Ądagogische Schriftenreihe des J├╝dischen Museums Frankfurt, kommentierte Quellensammlungen f├╝r den Unterricht, von herausgegeben von Georg Heuberger, ausgew├Ąhlt und bearbeitet von Martin Liepach, nur als Printversion verf├╝gbar.

Konfrontationen. Bausteine f├╝r die p├Ądagogische Ann├Ąherung an Geschichte und Wirkung des Holocaust, Pubikationen aus der P├Ądagogischen Abteilung des Fritz Bauer Instituts, nur als Printversionen verf├╝gbar.

Neu: Martin Liepach / Wolfgang Geiger: Fragen an die j├╝dische Geschichte. Darstellungen und didaktische Herausforderungen, Schwalbach/Ts. (Wochenschau), 2014.

Geschichte lernen N┬░152, M├Ąrz 2013: J├╝dische Geschichte, herausgegeben von Martin Liepach, mit Online-Dokumenten. (Link zum Friedrich-Verlag)

Wolfgang Geiger: Zwischen Urteil und Vorurteil. J├╝dische und deutsche Geschichte in der kollektiven Erinnerung, Frankfurt a.M. (Humanities Online), 2012. (> Rezension)

Wolfgang Geiger / Martin Liepach: Historische Wurzeln des Nahostkonflikts. Unterrichtsmaterialien Geschichte, Freising (Stark), 2012. (Nur im Abonnement beziehbar).

Wolfgang Geiger / Martin Liepach: Naher Osten. Historische Wurzeln eines weltpolitischen Konflikts, Abitur-Wissen Geschichte, Freising (Stark), 2011.

Martin Liepach / Wolfgang Geiger: Die drei G's - oder ├╝ber die Hartn├Ąckigkeit antisemitischer Bilder in Schulb├╝chern, in: Magazin Lernen aus der Geschichte, M├Ąrz 2011, hier

Wolfgang Geiger: Christen, Juden und das Geld. ├ťber die Permanenz eines Vorurteils und seine Wurzeln, in: Einsicht 04. Bulletin des Fritz Bauer Instituts, Herbst 2010, S.30-37. - Das ganze Heft ins online als pdf-Datei verf├╝gbar: hier.

Martin Liepach: Wie erz├Ąhlt man j├╝dische Geschichte? Narrative Konzepte j├╝discher Geschichte in Schulb├╝chern, in: Einsicht 04. Bulletin des Fritz Bauer Instituts, Herbst 2010, S.38-43. - Das ganze Heft ins online als pdf-Datei verf├╝gbar: hier.

Wolfgang Geiger: Zwischen Scham und Vorurteil. Das Thema Israel im Schulunterricht – und nicht nur da. Erschienen in der Zeitschrift Begegnungen (siehe oben) N┬░2/2009, gleichzeitig online im COMPASS Infodienst f├╝r christlich-j├╝dische und deutsch-israelische Tagesthemen im Web als Online Extra N┬░97 (direkt dorthin: Online Extra N┬░97)

Wolfgang Geiger: ÔÇ×Privilegien, Verfolgung, Vertreibung...“ Der Anti-Antisemitismus und die Macht der Vorurteile – Erfahrungen eines Lehrers. Zuerst erschienen in der Zeitschrift Kommune, N┬░5/2004 (Okt.-Nov.), online verf├╝gbar auf der Website der Zeitschrift (direkt dorthin: Privilegien, Verfolgung, Vertreibung...   ), allerdings  mit einer redaktionelle ├änderung (fehlende Tabelle).

Wolfgang Geiger: ÔÇ×Hilflose Aufkl├Ąrung“? Probleme des Anti-Antisemitismus in Schulb├╝chern und Unterricht – 2. Teil: Der Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuerst erschienen in der Zeitschrift Kommune, N┬░6/2004 (Dez.-Jan.), online verf├╝gbar auf der Website der Zeitschrift (direkt: Hilflose Aufkl├Ąrung? ).

Beide Artikel sind zusammengefasst ebenfalls bei Hagalil Online auf der Unterseite Schule.Judentum erschienen, dort auch vollst├Ąndig (direkt dorthin: Hagalil Privilegien... ). Eine redaktionell ├╝berarbeitete Printversion erschien in Begegnungen - Zeitschrift f├╝r Kirche und Judentum, N┬░3/2005, S.2-19.

Gottfried K├Â├čler: Bewusstseinsbildung an Erz├Ąhlungen ├╝ber den Holocaust ? "Konfrontationen", der Versuch ein amerikanisches Curriculum f├╝r deutsche Schulen zu adaptieren. Erschienen in: Der Deutschunterricht, Heft 4, Jg. 1997, S. 40 - 49, online verf├╝gbar auf www.erinnern.at, direkt dorthin: hier.

Martin Liepach: Die politische Orientierung der ┬╗Landjuden┬ź in Baden am Ende der Weimarer Republik 1928-32, in: Historical Social Research, Vol. 22,  1997, No. 1, 88-106, online verf├╝gbar ├╝ber die Website der Universit├Ąt K├Âln (siehe: hier).

 

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2. Links und Infos zu wichtigen Websites

Portale zur j├╝dischen Geschichte und/oder Seiten mit p├Ądagogischen Angeboten:

Die J├╝dischen Museen in Frankfurt am Main und Berlin haben Linklisten zusammengestellt, auf die wir hier der Einfachheit halber einfach verweisen:

Auf der Site des J├╝dische Museums Frankfurt eine Linksammlung zu Museen u.a. Einrichtungen (siehe ├ťbersicht: hier) sowie eine zu ein- schl├Ągigen Websites (siehe: hier).


Auf der Website des J├╝dischen Museums Berlin: eine Linkliste zu Museen und Gedenkst├Ątten, Forschungseinrichtungen, Archive und Bibliotheken sowie weitere Online-Angebote, Einstiegsseite zu den Linkssammlungen siehe: hier.

Heinrich Graetz, Die Geschichte der Juden, gibt es online bei Zeno.org. Das 1853-75 entstandene und bis heute umfassendste Werk ├╝ber die j├╝dische Geschichte ist in vielen Details durch die neuere Forschung ├╝berholt, es bleibt aber dennoch ein Nachschlagewerk besonderer Dimension im wahrsten Sinne des Wortes. Entscheidend auch die durchweg j├╝dische Perspektive auf die Geschichte.

DigiBaeck - das Online-Archiv des Leo Baeck Instituts bietet umfangreiche Materialien aller Art aus der deutsch-j├╝dischen Geschichte.

Judaica Europeana ist ein im Aufbau begriffenes Netzwerk von Websites j├╝discher Museen und anderer Einrichtungen in Europa.

Der Salon J├╝dische Studien pr├Ąsentiert sich als Gateway zu Quellen j├╝discher Geschichte und Kultur.

Die AG J├╝dische Sammlungen vernetzt die Arbeit von Archiven, universit├Ąren und anderen Einrichtungen, Begegnungs- und Gedenkst├Ątten, die Dokumente zur j├╝dischen Geschichte sammeln und dar├╝ber forschen.

Eine ├Ąu├čerst verdienstvolle, weil sehr pr├Ązise und reichhaltige Dokumentation j├╝discher Erinnerungsorte, Friedh├Âfe, Synagogen, Gedenkst├Ątten, Museen u.a., zum Teil mit historischen Dokumenten (Texte)  hat die Website Alemannia Judaica f├╝r den s├╝ddeutschen Raum zusammengetragen und online gestellt. Ein einzigartikel Nachschlagewerk im Internet!

Das Synagogen-Internet-Archiv bietet Informationen ├╝ber 2200 deutsche und ├Âsterreichische Synagogen, darunter auch virtuelle Rekonstruktionen aus dem CAD-Projekt der TU Darmstadt.

Grabinschriften auf j├╝dischen Friedh├Âfen mit ├ťbersetzung ins Deutsche liefert die Epigraphische Datenbank des Ludwig Salomon Steinheim-Instituts epidat.

Die Gesellschaft f├╝r christlich-j├╝dische Zusammenarbeit-Pfalz bietet auf ihrer Website Materialien zu zahlreichen Themen.

Die Universit├Ątsbibliothek der Goethe-Universit├Ąt Frankfurt am Main unterh├Ąlt ein Sondersammelgebiet der Deutschen Forschungs- gemeinschaft zum Thema Judentum (Einstieg ├╝ber link: Judaica), darunter Datenbanken sowie Internetquellen). Au├čerdem wurde dort das umfangreiche Online-Archiv j├╝discher Zeitschriften in deutscher Sprache seit dem 19. Jh. eingerichtet: CompactMemory.

Einen guten Einstieg und ├ťberblick ├╝ber die deutsch-j├╝dische Geschichte der Neuzeit (ab 16. Jh.) sowie ├╝ber die diesbez├╝gliche deutsche und internationale Forschung liefert das historicum.net der Universit├Ąt M├╝nchen (Juden Fr├╝he Neuzeit).

Das Institut f├╝r j├╝dische Geschichte ├ľsterreichs bietet eine Reihe informativer Vortr├Ąge zu verschiedenen Themen, nicht nur regionalgeschichtlichen Bezugs, in seinem Bereich Downloads.

Historia Iudaica -  ein internationales Kooperationsprojekt des Arye Maimon Instituts der Universi├Ąt Trier bietet ausgew├Ąhlte Quellen des Mittelalters online an -  im lateinischen Original.

Das Internet Jewish History Sourcebook, eine Unterabteiliung des umfassenden History Source Book Project von Paul Halsall an der Fordham University of New York, bietet zahlreiche Quellen in englischer ├ťbersetzung. Das Interesse f├╝r uns liegt daher eher im Fokus auf den europ├Ąischen Kontext.

Die 1901-1906 publizierte Jewish Encyclopedia gibt es als Online-Datenbank; auch wenn manche Eintr├Ąge naturgem├Ą├č inhaltlich von der seitherigen Forschung ├╝berholt wurden, so bleibt dies dennoch ein hilfreiches Nachschlagewerk v.a. nach j├╝dischen Pers├Ânlichkeiten der Geschichte.

Yivo - das Institute for Jewish Research in New York bietet auf seiner Website eine Reihe virtueller Ausstellungen: Online Galleries mit Bildmaterial. Interessant z.B. die Ausstellung ├╝ber Plakate aus dem Polen der Zwischenkriegszeit: hier. Leider k├Ânnten die englischsprachigen ├ťbersetzungen bzw. Erkl├Ąrungen der Plakate etwas ausf├╝hrlicher sein...

Die Jewish Virtual Library bietet  datenbankorientiert eine F├╝lle von Informationen und (Bild-)Dokumenten zur j├╝dischen Geschichte, Schwerpunkte sind Holocaust und Israel. Der wichtigste Zugang ist The Library > History: hier. Ein Bildarchiv zeigt historische Aufnahmen von Synagogen in Deutschland: Synagogues of the world / Germany

Das Synagogen-Internet-Archiv: Text- und Bildinformationen ├╝ber 2.200 deutsche und ├Âsterreichische Synagogen sowie einen Link zur virtuellen Rekonstruktion von Synagogen

Deutsch-j├╝dische Geschichte im Unterricht. Eine Datenbank als Service des Leo Baeck Programms "J├╝disches Leben in Deutschland - Schule und Fortbildung" bei der Bundeszentrale f├╝r Politische Bildung

www.shoa.de - Eine umfassende Website (nicht nur) zu Shoa/Holocaust im engeren Sinne

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften f├╝r christlich-j├╝dische Zusammenarbeit bietet eine Reihe von Vortr├Ągen und Materialien zur deutsch-j├╝dischen Geschichte, meist der j├╝ngeren Zeit und in Bezug auf Antisemitismus, Nationalsozialismus und Shoa, die ├ťberlebenden und die Erinnerung, Israel sowie ├╝ber das christlich-j├╝dische Verh├Ąltnis in Theologie und Geschichte.

Der Compass-Infodienst  -  Infodienst f├╝r christlich-j├╝dische und deutsch-israelische Tagesthemen im Web. F├╝r Abonnenten, es gibt jedoch auch einen freien Teil.

Als eine der vielen Seiten zum Thema Nationalsozialismus/Holocaust sei hier das von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft gef├Ârderte Portal Lernen aus der Geschichte genannt, das sich in seiner Konzeption auch nach und nach ├╝ber den genannten Rahmen erweitert. Zur ├ťbersicht zu Themen und Links zur (deutsch-)j├╝dischen Geschichte kann man diesen Einstieg (hier) nehmen.

Centropa ist ein gro├č angelegtes Internet-Projekt zur j├╝dischen Geschichte Mitteleuropas aus Archivmaterial und pers├Ânlichen Hinterlassenschaften. Die Geschichte vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg und dem Holocaust spiegelt sich in Videos, die aus Bildern aus Familienalben und privaten Dokumenten k├╝nstlerisch anspruchsvoll aufgebaut sind. Zahlreiches weiterf├╝hrendes Material, Links und Kontaktm├Âglichkeiten erg├Ąnzen das Ganze zu einem umfassenden Angebot didaktischer M├Âglichkeiten f├╝r Lehrkr├Ąfte und Sch├╝ler. Die meisten Seiten sind englisch besprochen, einige gibt es jedoch auch auf Deutsch.
Die Website ist recht komplex, das meiste ist auf Englisch, einiges gibt es jedoch auf Deutsch, meistens ├Âsterreichische Biographien betreffend:
Einige E-Books (Biographien) auf Deutsch zum Download: hier.
Filme online und als Download gibt es hier.

Beyond the Pale nennt sich die Website einer Ausstellung ├╝ber die Geschichte der Juden in Russland, die auch weit gefasst die mittelalterliche j├╝dische Geschichte in Europa mit einbezieht - mit umfangreichem Bildmaterial.

Books and Bagels ist ein j├╝discher Buchladen in Z├╝rich, bei dem man nicht nur B├╝cher bestellen kann. Die Online-B├╝cherkste bietet gleichzeitig auch eine sch├Âne ├ťbersicht ├╝ber aktuelle B├╝cher.

 

 Wird erweitert... -

 

Digitale Archive

Hinweis: Regionale Archive sind weiter unten in der Rubrik Regionale und lokale Sites eingegliedert.

Compact Memory ist eine Online-Bibliothek von weit ├╝ber 100 digitalisierten j├╝dischen Zeitschriften zwischen 1806 und 1938, aufgebaut im Rahmen des Sondersammelgebietes Judentum der Christian Senckenberg Universit├Ątsbibliothek Frankfurt am Main und der Bibliothek Germania Judaica K├Âln.

Im M├╝nchner Digitalisierungszentrum der Bayrischen Staatsbibliothek finden sich die Abwehrbl├Ątter des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus (1891-1933).

 

Wird fortgesetzt...

 

Einzelne Sites:

J├╝disches Leben in Deutschland, von Arno Herzg - Die Informationen zur politischen Bildung 307 online auf der Site der BpB: hier.

Damals in Europa – Auf Spurensuche zwischen Maas und Rhein
Eine Website der Deutschen Forschungsgemeinde DFG.
Die Online-Ausstellung ist aktuell unter der alten Adresse nicht mehr erreichbar und konnte auch durch eine Suche nichtausfindig gemacht werden (30.1.2011). Dies ist sehr bedauerlich aber leider nicht untypisch f├╝r etliche seri├Âse Angebote im Web und wirft ein Schlaglicht auf die Frage nach der ÔÇ×Nachhaltigkeit“ direkt oder indirekt ├Âffentlich finanzierter Projekte.

Haskala.net - eine Website der Universit├Ąt Potsdam mit einem Gesamtverzeichnis der Autoren der j├╝dischen Aufkl├Ąrung in Deutschland (Haskala) rund um Moses Mendelssohn und vielen digitalisierten und online verf├╝gbaren Originaltexten.

Gabriel Riesser und die Paulskirche
Gabriel Riesser war ein bedeutender ÔÇ×Streiter f├╝r Recht und Freiheit“, der sich im Vorm├Ąrz und im Paulskirchenparlament erfolgreich f├╝r die Gleichberechtigung der Juden einsetzte, was ihm auch das Amt des Vizepr├Ąsidenten der Nationalversammlung eintrug. In seinem Engagement war der Kampf f├╝r die Emanzipation der Juden und der Kampf f├╝r allgemeine Grundrechte und Freiheiten zwei Seiten und und derselben Medaille.
Die Website mit umfangreichem Material von und zu Gabriel Riesser und die deutsche Geschichte wurde gef├Ârdert vom Leo Baeck Programm und ma├čgeblich von Uri Kaufmann und Katharina Rauschenberger erarbeitet. Sie stellt Bild- und Textquellen f├╝r den schulischen Unterricht (Sek. I und Sek. II) zur Verf├╝gung.

Arte.tv  Die Juden - Geschichte eines Volkes
Seiten zur vierteiligen Doku-Reihe von 2007, dazu erg├Ąnzend ein Dossier. Weitere Seiten zu anderen Sendungen sind damit verlinkt, insgesamt bekommt man einen guten ├ťberblick ├╝ber die Suchfunktion zu “Die Juden”

Das Online-Angebot erscheint attraktiv und interessant und enth├Ąlt auch einige Videos. Die historische Recherche ist an manchen Stellen katastrophal, bringt falsche Informationen und untermauert alte Klischees, so  zum Thema Juden im Mittelalter:


Kommentar:
Eine klassische Fehlinformation bezieht sich auf die Kleidervorschrift des IV. Lateranischen Konzils: “Auf dem Laterankonzil von 1215 wurde die Einf├╝hrung eines besonderen Kennzeichens f├╝r Juden - ein gelber Fleck oder ein gelber Ring - beschlossen.” Wie die Unterscheidung an der Kleidung aussehen sollte, wurde aber gar nicht beschlossen und der gelbe Fleck oder Ring wurden historisch tats├Ąchlich erst zwei bis drei Jahrhunderte sp├Ąter von den weltlichen Autorit├Ąten zur Vorschrift gemacht, in Frankfurt erst mit der Errichtung des Ghettos 1462, in den habsburgischen L├Ąndern sogar erst im Laufe des 16. Jahrhunderts. Siehe dazu auf unserer Seite Materialien > Mittelalter 1


Noch gravierender ist jedoch folgende Fehlinformation : “Eine der verh├Ąngnisvollsten p├Ąpstlichen Anordnungen von 1215 war der Ausschluss der Juden von allen ├Âffentlichen ├ämtern sowie landwirtschaftlichen und fast allen handwerklichen, d. h. z├╝nftischen, Berufen. Ausgenommen waren nur B├Ącker und Metzger, die f├╝r die Existenz einer j├╝dischen Gemeinde lebensnotwendig waren.” Der Ausschluss aus den sich selbst gr├╝ndenden und mit st├Ądtischen Privilegien versehenen Z├╝nften hatte mit der Kirche gar nichts zu tun und Konzil und Papst haben sich damit ├╝berhaupt nicht befasst.


Daran schlie├čt sich dann das klassische Klischee an: “Der Handel hingegen war Juden weiterhin erlaubt. Gleichzeitig wurde den Christen das Zinsnehmen untersagt, so dass das Geldgesch├Ąft bald erzwungenerma├čen zu einem Gewerbe der Juden wurde. Damit wurden sie – ohnehin schon religi├Âs und sozial isoliert – noch st├Ąrker in die Rolle des S├╝ndenbocks und Ausbeuter des Volks gedr├Ąngt.” Das Geldgesch├Ąft wurde jedoch in der Realit├Ąt weder freiwillig noch “erwzungenerma├čen zu einem Gesch├Ąft der Juden” - dieses Vorurteil beruht auf dem Mythos des kirchlichen Zinsverbots, das in der Realit├Ąt nicht befolgt wurde. Hierzu gibt es eine umfangreiche Literatur, siehe dazu ausf├╝hrlicher auf unseren Seiten zum Historikertag 2006 (hier) sowie zum Seminar in Halberstadt 2007 (hier). Auf der hier oben genannten DFG-gef├Ârderten Website Damals in Europa gibt es ebenfalls eine gelungene Darstellung der Realit├Ąt, n├Ąmlich der Konkurrenz zwischen Lombarden (Italienern) und Juden im Kreditgesch├Ąft (siehe: hier).
Das Vorurteil wird hier bei Arte nicht nur als Desinformation, sondern auch als Wertung exemplarisch in der aufkl├Ąrerischen Absicht der S├╝ndenbocktheorie perpetuiert, wenn suggeriert wird, die Juden h├Ątten “erzwungenerma├čen” nicht nur die “Rolle des S├╝ndenbocks”, sondern auch die des “Ausbeuters des Volkes” gespielt.

 

 Wird erweitert... -

 

 


3. Regionale und lokale Sites

 

Hessen:

Staatsarchive online:

Staatsarchiv Darmstadt:

"...wohnen auf der verfluchten deutschen Erde"
J├╝disches Leben in S├╝dhessen nach 1945.

Die DP-Lager in Lampertheim, Lindenfels, Bensheim, Dieburg und Babenhausen sowie die Anf├Ąnge der j├╝dischen Gemeinde Darmstadt. Ausstellung im Haus der Geschichte, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt,
Karolinenplatz 3, 20.10.1998 - 18.12.1998
hier

Digitales Archiv Hessen-Darmstadt: J├╝disches Leben in Darmstadt 1629-1940
hier

"...m├Âchten verbrennet werden"
Ausgrenzung und Gewalt gegen Ketzer, Juden, Hexen ... auch in der hessischen Geschichte

Ausstellung der Hessischen Staatsarchive 1994
hier

Gebraucht und doch verachtet: Vom Kammerknecht zum Landjuden.
Geschichte der Juden in der Vormoderne am Mittelrhein

Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 2007
hier
Die Ausstellung, der kleine gleichnamige Katalog sowie die daraus resultierende Internetseite mit zahlreichen Dokumenten, darunter auch Faksimil├ęs, wurde in Zusammenarbeit mit Studenten und Professoren des Evenari-Forums f├╝r deutsch-j├╝dische Studien der TU Darmstadt erarbeitet.

Kommentar: Die Online-Ausstellung stellt etliche bislang wenig bekannte oder zug├Ąngliche Dokumente aus dem Sp├Ątmittelalter und der Fr├╝hen Neuzeit bis zur napoleonischen Epoche zur Verf├╝gung, vieles aus den Archivbest├Ąnden Darmstadts. Verdienstvoll ist, dass sich viele Dokumente auf den Alltag und die soziale und wirtschaftliche Lage der j├╝dischen Bev├Âlkerung beziehen.
Umso bedauerlicher ist leider, dass die Konzeption inhaltlich beim Thema “Handel und Geldleihe” nur das Klischee vom j├╝dischen Geldverleih und christlichen Zinsverbot reproduziert, denn, wie es zum Thema Darlehen gegen Zins hei├čt: “Christen waren diese Bereiche wegen des kanonischen Zinsverbots grunds├Ątzlich verschlossen.” Dass dem nicht so war, weil das Verbot nicht befolgt wurde, dazu gibt es eine reichhaltige Fachliteratur, an dieser Stelle sei daher verweisen auf die Beitr├Ąge auf dem Historikertag 2006 (hier) und unserer Tagung in Halberstadt (hier), wo es auch Literaturangaben und weiterf├╝hrende Links gibt. Auf der hier oben genannten DFG-gef├Ârderten Website Damals in Europa gibt es ebenfalls eine gelungene Darstellung der Realit├Ąt, n├Ąmlich der Konkurrenz zwischen Lombarden (Italienern) und Juden im Kreditgesch├Ąft (siehe: hier)


Staatsarchiv Marburg:

Privilegien - Pogrome - Emanzipation. Juden in Mittelalter und Neuzeit.
Ein durch das Leo Baeck Programm gef├Ârdertes Projekt des Hessischen Staatsarchivs Marburg / Digitales Archiv Marburg
Virtuelle Ausstellung, in Teilen noch im Aufbau.
hier
Erg├Ąnzend zur bereits vorhandenen Online-Dokumentation deutsch-j├╝discher Geschichte der Neuzeit aus dem Bestand des Marburger Staatsarchivs entsteht zur Zeit ein besonderer Schwerpunkt zur Reformationszeit.

Kommentar: Wie bei den anderen Web-Ausstellungen auch ist die Verf├╝gbarmachung der Dokumente in Lateinisch und Deutsch, manchmal auch als Faksimil├ę, sehr verdienstvoll, die j├╝dische Geschichte als Ganzes erscheint jedoch zu sehr unter dem Verfolgungsaspekt.
Im Zentrum der j├╝ngsten Arbeit zur Reformationszeit stehen die judenfeindlichen Schriften Luthers, die in den Zusammenhang mit dem weitgehend in Vergessenheit geratenen Privileg Kalrs V. f├╝r die Judenschaft des Reiches, vertreten durch Joseph von Rossum (Josel von Rosheim), gestellt werden. Das Speyerer Privileg von 1544 stellt in der Tat eine au├čergew├Âhnlich weitreichende Schutzma├čnahme zugunsten der Juden dar. Schon zuvor waren Luther und Joseph von Rossum brieflich in Konflikt geraten. Prof. Reinhard Neebe, Herausgeber der Dokumentation, sieht deswegen in diesem Kontext die konkrete Ursache f├╝r Luthers sp├Ąte antij├╝dische Polemik.

 

Sonstige interessante Seiten aus Hessen:

Die Alexander-Haas-Bibliothek in Darmstadt ist eine private Einrichtung und wird von der Gesellschaft f├╝r Christlich-J├╝dische Zusammenarbeit in Darmstadt getragen. Die Bibliothek ist spezialisiert auf Themen der deutsch-j├╝dischen Geschichte sowie auf Literatur zum Verh├Ąltnis von Kulturen und Religionen. Die Website enth├Ąlt ein Kurzkapitel zur J├╝dischen Geschichte in Darmstadt und einen Online-Katalog der Bibliothek.

J├╝dische Denkm├Ąler - Frankfurt. Eine vom Leo Baeck Programm gef├Ârderte Webseite des Vereins f├╝r Denkmalgeschichte zu Denkm├Ąlern und nach j├╝dischen Pers├Ânlichkeiten benannten Stra├čen. Die interaktive Webseite inklusive Karte erstellt eine Topographie der Erinnerung an ber├╝hmte und weniger ber├╝hmte j├╝dische B├╝rger Frankfurts des 19. und 20. Jh.s. Dabei st├Â├čt auch der Ortskundige auf viele ihm bislang unbekannte Gedenktafeln und auf eine Reihe Pers├Ânlichkeiten, deren Bezug zu Frankfurt ihm gar nicht so bewusst war... Eine Erlebnistour im Internet.

Zum Landjudentum:
Juden in Gro├č-Gerau: hier

Weiteres folgt...


Rheinland-Pfalz:

Die Gesellschaft f├╝r christlich-j├╝dische Zusammenarbeit Pfalz bietet auf ihrer Website Darstellungen und Dokumente zur j├╝dischen Geschichte
hier

"Mittelalterliche Judengemeinden am Rhein - Die SCHUM-St├Ądte"
Ausgabe 2/2004 der von der Landeszentrale f├╝r politische Bildung Rheinland-Pfalz herausgegebenen Bl├Ątter zum Land als PDF-Datei.
hier

Magenza, das j├╝dische Mainz. Eine der ├Ąltesten j├╝dischen Gemeinden Deutschlands
Online-Dokumentation der Stadt Mainz
hier

Weiteres folgt...


Th├╝ringen

J├╝disches Leben in Erfurt, eine Website der Kulturdirektion Alte Synagoge der Stadt Erfurt. Rund um die Alte Synagoge, f├╝r die eine Bewerbung f├╝r das UNESCO-Weltkulturerbe eingereicht wurde,  bietet die Website Informationen zur j├╝dischen Geschichte in Erfurt, deren Wurzeln bis ins 11. Jh. zur├╝ckreichen, mit virtuellen G├Ąngen z.B. durch den mittelalterlichen Friedhof - zur Startseite hier.

Einen kleinen ├ťberblick ├╝ber die j├╝dische Geschichte Th├╝ringens mit Fotos liefert Israel Schwierz in einer Online-Dokumentation der Landeszentrale f├╝r politische Bildung: Zeugnisse j├╝discher Vergangenheit in Th├╝ringen - hier.

Einen ├ťberblick ├╝ber die Geschichte der j├╝dischen Gemeinde Eisenachs sowie Texte/Berichte aus dem 19. Jh.  bietet Alemannia judaica: hier.

 

Weiteres folgt...


Sachsen

Die Ephraim-Carlebach-Stiftung Leipzig (>> Homepage) befasst sich auf vielf├Ąltige Weise mit dem Leben und Wirken der Leipziger Juden in Vergangenheit und Gegenwart. Sie gab bereits zahlreiche Printpublikiationen heraus. Aktuell gibt es nun auch didaktische Materialien online:

Modulare Unterrichtsangebote der Ephraim-Carlebach-Stiftung (>>zum Gesamtangebot)
Historische Themen: J├╝dische Pelzh├Ąndler in Leipzig im 19. Jh. / Der 9. November 1938
Religi├Âs-kulturelle Themen: Die Synagoge / Feste im j├╝dischen Kalender

Weiteres folgt...

 

 

 

 

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